Europa kämpft gegen den wirtschaftlichen Untergang. Bis zur Börsenöffnung am Donnerstag in Asien muss sich der Kontinent auf eine Lösung der Schuldenkrise geeinigt haben.
Die Euro-Länder arbeiten sich nur schrittweise zu einer dauerhaften Stabilisierung der Gemeinschaftswährung vor. Wie erwartet ist der Eurozonen-Gipfel am späten Sonntagabend ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen.
Der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Polens Regierungschef Donald Tusk, berichtete von „dramatischen“ Redebeiträgen in der Diskussion. Jedem sei klar, dass in den kommenden Tagen über das Schicksal Europas entschieden werde. „Manche sagten, wirtschaftlich gesehen würden einige Länder untergehen, wenn wir keine raschen Entscheidungen fällen.“
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy versicherte nach Abschluss des Gipfels, dass „die Euro-Staaten alles tun werden, um den Euro zu retten“.
Demonstrativ waren Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Brüssel am Nachmittag gemeinsam vor die Presse getreten, um nach dem Streit der vergangenen Wochen Einigkeit im Kampf gegen die Krise zu demonstrieren. Während die Kanzlerin am Sonntagabend kommentarlos abreiste, sprach Sarkozy von „guten Fortschritten“.
-Quelle: www.welt.de-