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12.11.2010
Preisveränderungen in der Transportbranche
Berlin. Die Verlader gehen von steigenden Frachtraten in den kommenden zwei Jahren aus. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die der Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), in Zusammenarbeit mit Paul Wittenbrink, Professor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach, gemacht hat und die am Mittwoch auf dem 45. Symposium Einkauf und Logistik in Berlin vorgestellt wurden.

Insgesamt wurden im September und Oktober 2010 165 Unternehmen befragt – zwei Drittel davon Verlader aus Industrie und Handel. Je nach Verkehrsträger fallen die Preiserwartungen unterschiedlich aus. So gehen 41,4 Prozent der befragten Firmen von „stark steigenden" Luftfrachtpreisen aus, 46,9 Prozent von „steigenden" Frachtraten. Dies ist der höchste Umfragewert unter allen Verkehrsträgern. Zum Vergleich: Beim Seecontainerverkehr sehen 33 Prozent und bei LKW 22 Prozent einen Trend zu deutlichen Preissteigerungen. Weitere 57,0 Prozent rechnen für den Straßengüterverkehr mit steigenden Entgelten, 42,0 Prozent vertreten diese Meinung in der Seefracht.

Die Unternehmen sind auch zum Thema Frachtraumengpass befragt worden. Am stärksten ausgeprägt ist dieses Problem in der Schifffahrt. In Summe sehen sich etwas mehr als 50 Prozent mit fehlenden Kapazitäten konfrontiert. Ähnlich sieht es im Straßengüterverkehr aus. Immerhin 15,2 Prozent sagen, dass sie die Laderaumknappheit sehr deutlich spüren. 7,9 Prozent gehen davon aus, dass sich die Lage bis zum Jahresende weiter zuspitzt. 33,8 Prozent haben immer wieder mal mit Engpässen zu tun. Somit gehört für 56,2 Prozent der Befragten Laderaumknappheit derzeit zum Tagesgeschäft. In der Luftfracht haben 42,4 Prozent mit Engpässen zu tun gehabt. Entspannter ist hingegen die Situation bei den beiden anderen Verkehrsträgern, wo zwischen 12,8 Prozent (Binnenschiff) und 23 Prozent (Bahn) knappe Kapazitäten verspüren. (cd)

-Quelle: www.verkehrsrundschau.de-



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