Russischer Handelskrieg mit Litauen lähmt Grenzverkehr
Moskau. Russland hat gegen Litauen scharfe Handels- und
Verkehrssanktionen erlassen. Dadurch kam es an den wichtigen
Ost-West-Grenzübergängen von Lettland nach Russland erstmals seit
Ausbruch der Wirtschaftskrise wieder zu langen LKW-Rückstaus. Am
Kontrollpunkt Buratschki stauten sich zuletzt 800 Lastwagen.
Der
russische Zoll hatte in der ersten August-Woche damit begonnen, alle
litauischen Lastwagen einer besonders gründlichen Untersuchung zu
unterziehen. Faktisch wurden nach einigen Tagen überhaupt keine LKW aus
Litauen mehr ins Land gelassen. Der russische Zoll begründete die
Maßnahme mit Verstößen seitens litauischer Transporteure gegen die
Zollgesetze: Import-Ladungen seien wiederholt nicht an den deklarierten
Empfangszollämtern angekommen, sondern verschwunden.
Nach
Angaben des litauischen Zolls bemängelte Russland allerdings nur 16
Einzelfälle seit Jahresbeginn, was 0,03 Prozent des Transportvolumens
grenzüberschreitenden Verkehrs entspräche. Ab dem 17. August soll zudem
in Russland ein Importverbot für die Produkte dreier großer litauischer
Hersteller von Milchprodukten gelten. Angeblich wurden in ihren Waren
verbotene Antibiotika-Rückstände entdeckt. Litauen will sich bei der EU
und der UN gegen die seiner Meinung nach unrechtmäßigen
Handelsbeschränkungen wehren. (ld)
-Quelle: www.verkehrsrundschau.de-
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